Gudrun Brüne

1941 in Berlin geboren, 1947 Umzug nach Leipzig.
Nach dreijähriger Ausbildung zur Buchbinderin arbeitet sie weitere zwei Jahre in diesem Beruf, besucht aber zeitgleich die Abendakademie der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. 1961 nimmt sie an der HGB das Studium auf. Dort lernt sie Ihren frühen Mentor, langjährigen Lebensgefährten und späteren Ehemann Bernhard Heisig kennen. Sie schließt 1966 mit dem Diplom ab und arbeitet zunächst als freischaffende Künstlerin, später als Assistentin an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung in Halle. 1979 erhält sie eine Dozentur für Malerei und Grafik an der heutigen Hochschule für Kunst und Design in Halle. Seit 1999 lebt Gudrun Brüne mit Bernhard Heisig als freischaffende Künstlerin in Strohdehne, Havelland. Mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, nahm sie an internationalen Ausstellungen teil. Ihre Werke befinden sich in zahlreichen Museen (u.a. in Oberhausen, Nationalgalerie Berlin, Leipzig, Magdeburg, Gera, Dresden, Puschkin-Museum Moskau, Schwerin, Budapest) und privaten Sammlungen.

Gudrun Brüne legt ihren Schwerpunkt auf die Malerei, die ihr Projektionsfläche für eine Welt gibt, die in der Realität nur zu gerne an den Rand, aus der Gesellschaft und aus dem Bewußtsein gedrängt wird: In die Augen, in den Sinn. Während sie bisher abgenutzte, zerstörte, aber auch lieblos ausgelagerte Puppen metaphorisch für unseren Umgang miteinander nutzte, widmet sie sich in ihren neuen Arbeiten dem Menschen. Sie stellt ihn als lenkbares, beeinflußtes Objekt in Gruppenkonstellationen, die von einer unergründbaren Dynamik angetrieben werden, dar: Ein scheinbar sinnloser Aktionismus, dessen Kräfte vom einzelnen aufgesogen werden, sich in der Gruppe jedoch verflüchtigen, stellt sich ein, und weder Betrachter noch Protagonist kennen des Rätsels Lösung.

„Selbst mit Bilderrahmen”,
1980, Mischtechnik, 80 x 60 cm

„Traum am Nachmittag”,
1999, Öl, 60 x 80 cm

„Großer Puppenkopf”,
1989, Öl, 130 x 100 cm

„Modell (lachend)”,
1994, Mischtechnik, 150 x 110 cm

Abbildungen neuer Bilder sind im Katalog:
„Leipziger Schule – gegenwärtig I”
(PDF zum Download hier)

Einzelausstellungen (Auswahl):

1973 Leipzig, Kunst der Zeit
1977 Potsdam, Marchwitza-Haus (Katalog)
1978 Leipzig, Museum der bildenden Künste (Kabinett)
1978 Hagenwerder, Klubgalerie
1979 Havelberg (mit Bernhard Heisig und Sighard Gille)
1983 Halle, Galerie am Hansering
1884 Neubrandenburg, Torgalerie
1985 Gera, Kunstmuseum (Katalog)
1986 Hamburg, Galerie Rose
1987 Worpswede, Kunsthalle Netzel (mit Bernhard Heisig)
1988 Berlin (Ost) Ausstellungszentrum am Fernsehturm
1989 Zwickau, Robert-Schumann-Haus
1989 Weimar, Stadtmuseum
1990 Hamburg, Galerie Rose (Katalog)
1990 Köln, Galerie Toennissen
1991 Berlin, Galerie am Strausberger Platz
1992 Reutlingen, Kunstverein und Museum Spendhaus (Katalog)
1993 Albstadt, Städtisches Museum (mit Tremezza von Brentano, mit Katalog)
1995 Emden, Kunsthalle, Stiftung Henri Nannen (mit Katalog)
1995 Galerie Rose, Hamburg
1995 Worthington Gallery, Chicago
1996 Berlin, Galerie Berlin
1997 Bad Homburg, Galerie Zehntscheune
1998 Wörthsee/Starnberg, Rathaus Wörthsee
1998 Neuruppin, Museum
1999 Bergen/Rügen Galerie im Kulturhaus
1999 Leipzig, Galerie Blüthner,
2000 Bernburg, Museum Schloß Bernburg

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):

seit 1969 beteiligt an allen Bezirkskunstausstellungen des Verbandes Bildender Künstler Leipzig und an allen DDR-Kunstausstellungen in Dresden sowie an größeren Ausstellungen in Berlin (Ost und West), im Ausland z.B. in Moskau, Kiew, Warschau, Budapest, Bukarest, Helsinki, Stockholm, Prag, Paris, London, Oxford, Cambridge und an den Kunstmessen in Poznan
1986 Ausstellung »Eva und die Zukunft« in Hamburg
1988 Biennale in Venedig
1991 »Kunst 91« in München
1993 Triennale für Realistische Kunst im Gropius-Bau Berlin
1994 1. Sächsische Kunstausstellung, Dresden
1995 »Auftrag: Kunst« 1949-90, Berlin
1996 2. Triennale des Realismus, Berlin
1996 Art Show New York
1997 Art Show New York
1997 Art Fair Chicago
1997 »Lust und Last« Leipziger Kunst seit 1945, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg und Museum der bildenden Künste Leipzig
1998 Art Fair Chicago
1998 Art Fair San Francisco
1998 »Zwischen Traum und Wirklichkeit« Galerie Berlin, Berlin
1999 Kunstmesse Strasbourg, Frankreich
1999 Salon d'Automne, Paris
1999 »Märkische Wandlungen« Bilder aus Brandenburg und Berlin, Altes Rathaus Potsdam
1999 Art Cologne, Köln
2000 12. ART EX Tokio, Japan
2005 „Leipziger Schule - gegenwärtig I”, Galerie Rose, Hamburg (Katalog)

Bibliografie (unvollständig)

»Gudrun Brüne. Malerei und Grafik« Galerie sozialistische Kunst Potsdam 1978
»Gudrun Brüne. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik« Kunstgalerie Gera 1985
»Gudrun Brüne. Malerei, Zeichnung, Grafik« Ausstellungszentrum an Fernsehturm Berlin 1988
»Gudrun Brüne« Galerie Rose, Hamburg 1990
»Gudrun Brüne. Malerei, Grafik, Zeichnungen« Hans-Thoma-Gesellschaft Kunstverein Reutlingen 1992
»Tremezza von Brentano, Gudrun Brüne. Bildnisse und Menschenbilder« Städtische Galerie Albstadt 1993
»Gudrun Brüne. Welt hinter Masken« Kunsthalle in Emden, Stiftung Henri Nannen 1995

Folgende Museen besitzen Werke von Gudrun Brüne:

Nationalgalerie Berlin Galerie Neue Meister,
Albertinum Dresden
Puschkinmuseum Moskau
Museum der Bildenden Künste Leipzig
Kunstmuseum Gera, Orangerie
Staatliche Museen Schwerin
Museum Meiningen Schloß Elisabethenburg
Sammlung Ludwig Schloß Oberhausen
Lindenaumuseum Altenburg
Kunsthistorisches Museum Magdeburg