Peter Schunter

1939 in Göppingen geboren
1958-59 Studium bei Manfred Henninger an der Stuttgarter Kunstakademie
1960-62 Bundeswehr
1964-70 Studium an der HdK Berlin bei Bargheer, Jaenisch und Bachmann
seit 1984 zahlreiche Malreisen durch Deutschland, nach Holland, Italien und in die U. S. A.
1988 Malreise mit Jürgen Leippert durch die Bundesrepublik
Einzelausstellungen und Ausst
ellungsbeteiligungen im In- und Ausland
lebt seit 1970 als freier Maler in Berlin

Als die Woge der wilden Malerei hochschlug, verkündete Peter Schunter ernsten Gesichts, es gelte nun, die neue, aber abgrundtiefe Heiterkeit zu entwickeln, und überraschte seine Anhängerinnen und Anhänger mit großen, von oben gesehenen Wiesenstücken, dazu ebenso große Bilder vom Waldinneren. Das war vor etwa zwanzig Jahren.
Das Malen vor und in der Natur ist nicht nur anstrengend, sondern in unseren Breiten nur in wenigen Monaten des Jahres möglich. Fast gleichzeitig mit dem Malen an den Wiesen hatte Schunter Massenbilder im Kopf, die sich, vom Foto ausgehend, für die Arbeit im Atelier eignen. Seit dreizehn Jahren widmet er sich leidenschaftlich diesem Motiv, dessen Variationsbreite noch unerschöpflicher ist, dessen verschiedene Gestalten ihm Anlaß zur malerischen Meditation bieten. Die neue, abgrundtiefe Heiterkeit liegt hier weniger auf der Hand: ist aber das Bewußtsein, Teil einer Masse zu sein, die sich in ständiger Veränderung befindet, nicht tröstliche Relativierung eines Daseins, das sich gerade jetzt wieder, am Ende der Nachkriegszeit, als ebenso zufällig wie Krisen unterworfen erweist? Es scheint, die Wiesenmalerei war ein ästhetisches Vorspiel für ein heiteres Eintauchen in die Tiefe des globalen Prozesses.
Friedrich Rothe
„Once Upon A Time”
1994, Öl auf Leinwand
160 x 125 cm
„Stiefmütterchen”
1994, Öl auf Leinwand
130 x 105 cm
„Masse I”
1993, Öl auf Karton/Holz
140 x 100 cm